Von der Suchmaschine über autonomes Fahren bis hin zur Webseitengestaltung: Was Artificial Intelligence für die Zukunft bedeutet

Künstliche Intelligenz hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Trendwort entwickelt. Jeder spricht von AI (Artifical Intelligence) ohne häufig überhaupt zu wissen, was das bedeutet. AI kommt bereits heute in vielen digitalen Bereichen zum Einsatz und erleichtert uns an vielen Stellen das Leben. Doch was genau ist Künstliche Intelligenz, wo wird sie eingesetzt, wie kommt sie zu Stande und was hat das mit der Zukunft zutun? Mehr zu diesem Thema erfahrt ihr in unserem heutigen Blogpost.

Dass Künstliche Intelligenz immer mehr an Fahrt aufnimmt, beweist auch die Tatsache, dass mittlerweile auch die großen Medien das Thema aufgreifen. Zwar nicht sehr detailliert aber immerhin im Zusammenhang mit selbstfahrenden Autos, sodass doch schon eine kleine Erklärung mitgeliefert wird. Kommen wir zunächst zu einer kleinen Erklärung zu der Thematik: Der Begriff kommt aus der Informatik und meint im groben die Automatisierung intelligenten Verhaltens. Dabei geht es praktisch um den Versuch, menschenähnliche Intelligenz nachzuempfinden und in die digitale Welt zu transformieren – also ein Computersystem so zu programmieren bzw. anzulernen, dass es selbstständig Probleme bewältigen und Lösungen in bestimmten Situationen finden kann.

#throwback: KI in Computerspielen

Meine erste Begegnung mit dem Begriff ist etwa 15 Jahre her und liegt in einer Zeit, in der Computerspiele noch nicht so weit verbreitet waren wie heute. Damals nannte man bereits den durch den Computer simulierten Gegner in einem Spiel „KI“ – also Künstliche Intelligenz. Natürlich war es zu dieser Zeit noch nicht sonderlich weit mit der Technik, weshalb die gegnerischen Spieler noch sehr weit von natürlichem und intelligenten Verhalten entfernt waren. Aber immerhin, die Idee, einen Computer so zu konditionieren, dass er selbstständig agiert ist in gewisser Weise ein alter Hut.

Heute begegnet uns Künstliche Intelligenz insbesondere Online aber auch im Alltag schon relativ häufig. Zum Beispiel bei einer einfachen Google Suche. Egal ob wir eine Text- oder Bildsuche durchführen: Google hat im Hintergrund bereits unzählige Internetseiten im Netz mit Hilfe seiner KI durchleuchtet und sortiert. Google erkennt zum Beispiel automatisiert, um was für eine Webseite es sich handelt. Zum Beispiel um welches Thema es geht und sogar wie hochwertig der Inhalt (aufgrund semantischer und grammatischer Merkmale) geschrieben ist. Google erkennt sogar das Verhältnis zwischen Bild und Text und – jetzt wird es spannend – setzt eine Technik ein, mit der der Inhalt des Bildes kategorisiert werden kann. Bilder von Katzen werden also als solche erkannt und nicht eben nur als „Bild“ abgestempelt.

Innovative Webseitenerstellung mithilfe künstlicher Intelligenz

Immer wieder kommt im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz auch die Frage auf, inwieweit Privatanwender oder kleine Unternehmen von der neuen Technologie profitieren können. Speziell im Bereich der Webseitenerstellung können sich Anwender schon heute von innovativen Computermechanismen zunutze machen. Ein konkretes Beispiel ist die innovative KI von Wix. Der Internetriese aus Tel Aviv präsentierte vor wenigen Monaten mit Wix ADI das weltweit erste Tool zur Erstellung einer Webseite, dass auf Künstlicher Intelligenz basiert. Um die KI anzulernen und mit einer soliden „Grundintelligenz“ auszustatten, hat das junge Unternehmen die Webseitenstruktur von über 80 Millionen Nutzern analysiert und dabei ein besonderes Augenmerk auf die beliebtesten Layouts und Webseiten-Elemente gelegt. Das Ergebnis ist eine künstliche Intelligenz, die Nutzern vom ersten Schritt bis zur Fertigstellung der eigenen Webseite intelligente Gestaltungsvorschläge liefert. Dabei greift die KI auf die gesammelten Informationen anderer (thematisch passender) Internetseiten zurück und schlägt dem Anwender auf dieser Grundlage zahlreiche Optionen vor. So lässt sich im Handumdrehen per Drag and Drop und ohne Programmierkenntnisse eine Website erstellen.

Das Team hinter der künstlichen Intelligenz von Wix geht sogar soweit, dass es behauptet, man würde keine mit Wix ADI erstellte Webseite zweimal finden. Durch die vielen verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten und Algorithmen könne sich jeder Nutzer in wenigen Minuten ein eigenes Unikat zusammenstellen. Ist der Nutzer mit den Vorschlägen des Systems nicht zufrieden, die er auf der Grundlage eines kleinen Fragenkatalogs und den bereitgestellten Informationen vorgelegt bekommt, kann er sich andere Gestaltungsmöglichkeiten anzeigen lassen.

Die Wix Artificial Design Intelligence („ADI“) wird vom Unternehmen für alle Nutzer der eigenen Plattform kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zum aktuellen Zeitpunkt lässt sich das Tool bzw. die Künstliche Intelligenz nur auf Englisch nutzen. Mit der Zeit wird die ADI kontinuierlich sowohl verbessert als auch erweitert und soll in Zukunft auch multilingual verfügbar sein.

Wie Google & Co. von KI profitieren

Die bereits oben genannte Bildersuche profitiert in der letzten Zeit ganz besonders von künstlicher Intelligenz. Nicht nur bei Google, sondern auch bei Facebook oder Instagram macht man sich diese Technik zunutze, um Nutzer der Plattform mit relevanten Inhalten zu versorgen. Wer sich also bei Instagram häufig Fotos von New York oder whatever ansieht, dem werden folglich auch thematisch passende Bilder eingeblendet.

Der Facebook-Newsfeed arbeitet ebenfalls, wie auch viele andere Plattformen, mit KI und sortiert auf der Grundlage zahlreicher Algorithmen die Beiträge die euch eingeblendet werden (Stichwort Filterbubble). Dabei wird euer Verhalten in der Vergangenheit in Cluster zusammengefasst, bewertet und gewichtet um euch so die (scheinbar) relevantesten Inhalte anzuzeigen. Dass das nicht immer ganz aufgeht zeigen aktuelle Diskussionen in den Medien oder der Politik. Die Technik ist also noch lange nicht ausgereift.

Mensch oder Maschine – im Straßenverkehr kein Unterschied (?)

Mittlerweile ist Künstliche Intelligenz auch im Straßenverkehr angekommen. Dort setzen Automobilhersteller wie BMW, Mercedes und nicht zuletzt Tesla für den Betrieb ihrer autonomen Fahrsysteme auf KI. Dabei lernt das Auto ganz platt formuliert, wie es sich im Straßenverkehr zu verhalten hat, wie es z.B. Verkehrsschilder lesen soll und wie auf andere Verkehrsteilnehmer reagiert werden muss. Mit der Zeit und durch „eigene“ Intelligenz lernt es dann selbstständig zu fahren.

Es bleibt also spannend auf dem Feld der künstlichen Intelligenz. Ich persönlich hoffe, dass dabei Moral und Ethik und insbesondere Sicherheit nicht vernachlässigt wird und die Programmierer hinter diesen Techniken eben genau auf diese Thematiken ein Auge halten.