Selbstständig arbeiten als junger Künstler

Mit seinem Talent Geld zu verdienen, ist ein Traum eines jeden Künstlers. Scheinbar gelingt es nur wenigen, und dies wirkt auf viele junge Menschen entmutigend. Mit einem guten Konzept und Ideen, die viele Menschen begeistern können, kann es jungen Künstlern jedoch gelingen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Gute Planung, ein gesunder Optimismus und ein Gespür für Dinge, die bei den Menschen ankommen, sind die Voraussetzungen dafür, dass das Einkommen eines jungen Künstlers zum Leben ausreichen kann.

Selbstständig als Künstler – was ist wichtig?

Prinzipiell kann sich jeder selbstständig machen, der glaubt, dass seine Ideen den Menschen so viel Freude bringen, dass sie bereit sind, dafür zu bezahlen. Von Seiten des Finanzamtes wird zwischen Selbstständigkeit und freiberuflicher Tätigkeit unterschieden. Die selbstständige Tätigkeit erfordert einen Gewerbeschein, der von der für den Wohnsitz zuständigen Stadt oder Gemeinde ausgestellt wird. Viele Künste sind jedoch in den freien Berufen angesiedelt. Es handelt es sich um so genannte Katalogberufe, die mit einer Arbeitsbeschreibung festgehalten sind. Freiberufler genießen verschiedene Vorteile. Sie brauchen keine Gewerbesteuer zu zahlen und sind auch bei sehr gutem Einkommen nicht zur Bilanzierung verpflichtet. Sie müssen sich wie Selbstständige krankenversichert. Eine Pflicht zur Rentenversicherung besteht hingegen nicht. Freiberufliche Künstler kommen unter Umständen in den Genuss eines Beitritts in die Künstlersozialkasse. Die KSK bietet ein Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung für Angehörige der Katalogberufe und einige weitere Berufsgruppen. Der Vorteil liegt darin, dass die Beiträge nur zur Hälfte getragen werden müssen. Die andere Hälfte finanziert die KSK, die wiederum Beiträge von Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen erhält, die von den Arbeiten der Künstler profitieren.

Sicherheiten für den Beginn der selbstständigen Tätigkeit

Wer als junger Künstler selbstständig tätig sein möchte, sollte am Anfang seiner beruflichen Tätigkeit auf Rücklagen zurückgreifen können. Erfahrungsgemäß kann es Monate oder sogar Jahre dauern, bis es möglich ist, mit der Kunst ein gutes Auskommen zu erzielen. Mitunter kann Unterstützung vom Staat hilfreich sein. So haben Kunststudenten die Möglichkeit, BaFöG zu beantragen. Geht die Aufnahme der beruflichen Tätigkeit mit einer Geschäftsgründung einher, können Gründerdarlehen beansprucht werden. Arbeitssuchende haben eventuell die Möglichkeit, einen Vorschuss zu beantragen. Es gibt viele Optionen, mit denen Kunst auch von staatlicher Seite gefördert wird. Stiftungen vergeben Stipendien oder finanzieren ein Projekt. Grundsätzlich sollte der Künstler einige wichtige Dinge beachten:

* Krankenversicherung muss bestehen
* Grundeinkommen für die Zahlung der Lebenshaltungskosten sollte gesichert sein
* die Einkommensaussichten sollten real eingeschätzt werden
* anfängliche Misserfolge sind einzukalkulieren

Viele junge Künstler gehen in ihren ersten Berufsjahren einem oder mehreren Nebenjobs nach, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Der Umzug in eine größere Stadt kann hilfreich sein, denn dort gibt es eine Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten. So kann die nebenberufliche Tätigkeit mit der Ausübung der Kunst gut in Einklang gebracht werden.

Minikredit für wichtige Investitionen in der Gründerzeit

Allein mit den Lebenshaltungskosten ist es häufig nicht getan. Viele Künstler benötigen für die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit eine Grundausstattung. Die Finanzierung gestaltet sich als schwierig, wenn kein Kapital vorhanden ist. Wenn Investitionen am Anfang der beruflichen Tätigkeit notwendig werden, kann ein Minikredit Abhilfe schaffen. Viele Banken vergeben Kredite speziell an Existenzgründer zu besonders günstigen Konditionen. Die monatlichen Raten sind klein und die Zinsen niedrig. Oftmals ist es möglich, einen finanziellen Engpass durch Aussetzen einer Zahlung zu überbrücken. Wenn Einkommen vorhanden ist, können auch Sonderzahlungen geleistet werden.

Mit dem entsprechenden Kapital zur Schaffung einer Grundlage und einem Nebenjob oder einer andere finanziellen Unterstützung haben junge Künstler den Rücken frei, um sich einen Namen zu machen. Ein bisschen Geduld und gute Kontakte gehören sicherlich dazu. Der Weg ist kein leichter, doch viele Künstler schaffen es nach einiger Zeit, ihren Lebensunterhalt allein mit ihrer Kunst zu bestreiten und ihr Hobby zum Beruf zu machen.

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