HotSpots machen Städte und Länder attraktiver

wifi-640404_1920Ein öffentliches WLAN-Netzwerk kann nicht nur für die Anwohner in den entsprechenden Städten bequem sein, sondern die entsprechenden Städte als Tourismusstandorte attraktiv machen. Länder und Kommunen haben allerdings Schwierigkeiten für flächendeckenden und frei zugänglichen Internetzugang an öffentlichen Plätzen zu sorgen. Dennoch wird konstant an Lösungswege gearbeitet.

Der Fortschritt hat schon längst an die Türen der meisten Bundesbürger geklopft und sie haben ihm Einlass gewährt. Heutzutage ist kaum ein Haushalt ohne einen WLAN-Anschluss vorstellbar. Der Ausbau der öffentlichen und frei zugänglichen WLAN-Netze gestaltet sich jedoch problematischer. Der Freistaat Thüringen hat z.B. Schwierigkeiten sein Netzwerk flächendeckend auszuweiten. Den Kommunen fehle es an Finanzen und dem notwendigen Fachpersonal, um ein solches WLAN-Netz einzuführen und betreiben zu können. Auch wenn es in Thüringen offensichtlich noch Schwierigkeiten bei dieser Projektgestaltung gibt, können sich Investitionen dieser Art für Länder, Städte und Kommunen lohnen, weil sie dadurch auch als Tourismusstandorte und Reiseziele attraktiver werden.

Tabelle: Diese Städte sind besonders WLAN-freundlich

Stadt, Land WLAN verfügbar ist an diesen Orten Kosten
Tallin, Estland alle touristischen Orte und öffentliche Plätze sowie Cafés, Flughäfen, Bars, Bahnhofe, Strände und Wälder
  • kostenlos
  • außerdem die Möglichkeit, ein 24-Stunden-Paket für eine besonders sichere Verbindung zu kaufen
Helsinki, Finnland in der gesamten Stadt kostenlos
Pforzheim, Deutschland in der ganzen Innenstadt, in der Nähe der Universität sowie im Goldschmiedepark und in der Altstadt einmalige Gebühr von 1 Euro, danach kostenlos
London, Großbritannien in gesamten Londoner City überall Möglichkeiten für günstigen bzw. kostenlosen Internetzugang
Paris, Frankreich an vielen Orten:

  • Café de L’Institut im Quartier Latin
  • Rosa Bonheur im Parc des Buttes-Chaumont
  • Point Éphémère
  • Le Conti in St. Germaine-Montparnasse
  • Le Sancerre in Montmartre
kostenlose Nutzung für zwei Stunden, danach Neuanmeldung notwendig

In der Straßenbahn im Internet unterwegs sein

In Gera und in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt existieren momentan die meisten WLAN-Hotspots. Zudem wurden kürzlich alle Niederflur-Straßenbahnen mit WLAN-Routern und Antennen ausgestattet. Damit kämen die Fahrgäste auf allen sechs Erfurter Straßenbahn-Linien kostenlos ins Internet, sagte Sprecherin Heike Dobenecker. „Kostenfreies WLAN ist ein Schlüsselthema für die Stadt der Zukunft. Die Menschen wollen auch mobil Nachrichten lesen, mit Freunden kommunizieren oder Online spielen.“, so ein Kommunikationsexperte von spielhallen.com. Trotz dieser äußerst überzeugenden Argumente, sind Einrichtungen solcher Hotspots für mobile Internetnutzer in Städten wie Suhl und Jena gerade einmal in der Planungsphase.

Keine Roaming-Gebühren für internationale Touristen

Die Vorteile für Touristen liegen jedenfalls auf der Hand und solche Städte, die mit einem möglichst dichten, kostenlosen Netzwerk ausgestattet sind, werden als Reiseziele umso beliebter. Reisende können hier jederzeit und ohne sich über die möglichen Kosten Gedanken zu machen:

  • nach Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Restaurants recherchieren
  • Fahrzeiten von öffentlichen Verkehrsmitteln überprüfen
  • selbstgemachte Bilder sofort nach dem Fotografieren online stellen
WLAN-HotSpots können eine enorme Erleichterung sein.

Vor allem internationale Urlaubsgäste und Geschäftsreisende könnten sich auf diese Weise frei im Internet bewegen, ohne sich über die sogenannten Roaming-Gebühren Gedanken machen zu müssen. Weiterhin könnten spezifische Apps entwickelt werden, die die interessierten Touristen mit Informationen über die entsprechenden Attraktionen versorgen. Dies kann z.B. in Museen sehr nützlich sein.

 

Abschaffung der Störerhaftung hilfreich bei der Öffnung eines freien Netzes

Ein Problem, das sich bisher einem ungehinderten Ausbau von öffentlichen WLAN-Netzen in den Weg stellte, war die sogenannte Störerhaftung. So konnten z.B. Cafés, Flughäfen und Hotels haftbar gemacht werden, wenn ihre Kunden den frei zugänglichen Internetzugang für z.B. illegale Downloads missbrauchten. Auch wenn der Bundesrat der Abschaffung dieser Gesetzgebung zugestimmt hat, können Gaststätten und Hotels weiterhin mittels eventueller Unterlassungsansprüche belangt werden. Dennoch scheint die Abschaffung dieser Haftung ein Schritt in die richtige Richtung zu sein, bietet sie doch für die entsprechenden Betreiber einen erheblichen Wettbewerbsvorteil.

Führt die digitale Offensive zur digitalen Revolution?

Um nicht hinter anderen Tourismusregionen in Deutschland und internationalen Reisezielen zurück zu fallen, wurde auch in Sachsen eine sogenannte digitale Offensive gestartet. Dazu sollen sowohl bis 2018 in Dresden als auch in Gelenau im Erzgebirge öffentlich zugängliche und kostenlose Internetverbindungen entstehen, mittels derer der Nutzer mit 50 Megabit pro Sekunde surfen kann. 200 Millionen Euro möchte Sachsen dafür ausgeben, auch wenn man noch unsicher ist, wo genau diese Hotspots gesetzt werden sollen. Leipzig investierte ebenfalls zuletzt kräftig in den Ausbau seines Netzwerkes: 20.000 Euro ließ sich die Stadt die erste Ausbauphase kosten und die Anzahl von 40.000 Hotspots in der Innenstadt soll noch 2016 verdoppelt werden. Laut Aussage des CDU-Wirtschaftsministers Uwe Albrecht, machen sich täglich 3000 User das öffentliche WLAN zu Nutze.

Auf ländlichen Gebieten hinkt der Hotspot-Ausbau hinterher

Für Baden-Württemberg ist der Hotspot-Ausbau gleichermaßen ein wichtiges Anliegen. In Karlsruhe ist das kostenlose Surfen bereits an mehreren öffentlichen Orten und in zwei Straßenbahnlinien möglich, Freiburg ist sogar flächendeckend mit HotSpots ausgestattet und in Stuttgart ist der kostenlose Zugang auf dem Marktplatz und dem Schillerplatz möglich. Wer allerdings auf den ländlichen Gebieten des Bundeslandes einen Internetzugang benötigt, wird auf Schwierigkeiten stoßen. Auch wenn in einigen, wenigen Gefilden schon solche Möglichkeiten existieren und einige Cafe´s und Bars sowie Hotels einen freien Internetzugang anbieten, sind die Möglichkeiten z.B. bei Wanderungen in Wäldern doch meist eingeschränkt.

Ein offenes Netzwerk für eine offene Gesellschaft

Kritiker bemängeln besonders die Konzentration solcher Projekte auf die Kerngebiete und Tourismuszentren der entsprechenden Städte. So forderten die Grünen auf einem Bundesparteitag einen „freien Funk für eine freie und offene Gesellschaft“. Um die Bundesbürger umfassend in das moderne, digitale Zeitalter zu integrieren, wünscht sich die Partei WLAN-Ausstattungen in Schulen, Museen und anderen Bildungseinrichtungen sowie in Jobcentern, Ausländerbehörden und Sozialämtern, damit auch wirklich jeder Mensch das Potential hat, am heutigen, fast schon lebensnotwendigem digitalen Leben teilzuhaben.

Pilotprojekt testet Datenübertragung mittels Licht

Ein Pilotprojekt auf der Bodenseeinsel Mainau testet gerade die Datenübertragung an Smartphones, Tablets, Laptops und allgemein Computern mittels Leuchtdioden aus. Hierbei können die aus handelsüblichen Zimmerlampen bekannten LEDs für die Datenübertragung genutzt werden. Diese Übertragungsmethode kann bereits bestehende Netzwerke entlasten, insbesondere deshalb, weil immer mehr Datenmengen versendet werden. Außerdem bietet die Übertragung dieser optischen Wellen viel mehr Sicherheit, da sich Hacker im Gebäude aufhalten müssen, um auf das Netzwerk zugreifen zu können.

Anbieter möchte Router von Privatkunden als HotSpot nutzen

Selbst Internetanbieter versuchen sich das Konzept von öffentlichen Hotspots zu Nutze zu machen, um Kunden anzulocken. Jedoch sind nicht alle Pläne zu einer solchen Erweiterung unumstritten. So geriet zuletzt der in Köln sitzende Kabelanbieter Unitymedia in die Kritik: Dieser möchte nämlich auf den Routern seiner Kunden ein zweites WLAN-Netz aktivieren, welches wiederum anderen Unitymedia-Kunden, die z.B. gerade in der Nähe unterwegs sind, als HotSpot dienen könnte. Auf diese Weise könnten mobile Internet-User Datenvolumen bei ihrem Mobilfunk-Anbieter sparen. Eine eigentlich gute Idee, die allerdings ohne Zustimmung der entsprechenden Kunden durchgeführt werden soll. Gerade an diesem Punkt störte sich die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, denn wer nicht möchte, dass sein Router von anderen Personen genutzt wird, muss von sich aus vorsorglich Widerspruch leisten.

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