Deutschlands sicherstes Rechenzentrum steht in Biere

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Nein, in Biere steht nicht etwa Deutschlands größte Brauerei wie es der Name vielleicht vermuten lässt, sondern das sicherste Rechenzentrum der Bundesrepublik. Betrieben von T-Systems, Tochterfirma der Telekom, steht dort ein gigantischer und streng bewachter Serverkomplex. Seit der Europäische Gerichtshof (EuGH) in der vergangenen Woche mit seinem Urteil zum „Safe Harbor“-Abkommen das Fundament der deutsch-amerikanischen Datenschutzvereinbarung außer Kraft gesetzt hat, gewinnt das Rechenzentrum in Biere immer mehr an Bedeutung.

Dank dem „Safe Harbor“-Urteil sehr beliebt

Da die Daten europäischer Bürger in den USA nicht zu 100 Prozent vor der amerikanischen Sicherheitsbehörden (Stichwort: NSA) geschützt sind, so der Kläger und der EuGH welcher die Meinung scheinbar tellt, verpflichtet der EuGH alle Unternehmen dazu, die Daten europäischer Bürger innerhalb der EU zu verarbeiten. Tun sie dies nicht, drohen hohe Geldstrafen und weitere Sanktionen. Aus diesem Grunde wird es in den nächsten Monaten wohl zu einem Anstieg von Serverfarmen innerhalb europäischer Landesgrenzen kommen.

Das „Rechnung“ der Telekom mit ihrem Rechenzentrum in Biere scheint nun aufzugehen. Während dort vor über einem Jahr bereits eine „German-Cloud“ etabliert wurde, kaufen sich immer mehr Unternehmen in den Komplex ein. Die Hoheit über das Rechenzentrum behält jedoch die Telekom – sprich: die Wartung der Servereinheiten usw. werden von hauseigenen Mitarbeitern übernommen.

Wie eine Festung gesichert

Rechenzentrum-in-Biere-3-2Wie sicher das Rechenzentrum ist, unterstreicht Telekom-Manager Johannes Krafczyk: „Sie können mir glauben, dass hier niemand reinkommt, der hier nicht hingehört“ Der 47-Jährige ist einer von zwei Menschen, die in Biere fast überall Zutritt haben. „Auf dem Weg in die mit Computerschränken gefüllten Hallen müssen mehr als ein halbes Dutzend Türen passiert werden, die mit Chipkartenleser und Geheimcodes gesichert sind. Der Zugang in das Gebäude ist schließlich nur über eine Hochbrücke möglich.“ – berichtet die Gruenderzene.

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