Huawei Honor 7 Hands-on in London

Honor 7 PK (2)

Vor kurzem hat Huawei nach London eingeladen. In der Metropole wurde das neueste Smartphone aus China im Rahmen eines Launchevents vorgestellt (NölSch.de berichtete) und stand an diesem Abend auch zum testen und ausprobieren bereit. Gemeinsam mit Journalisten, Bloggern, Fans und Youtubern habe ich mich im Namen von NölSch.de für euch umgesehen.

Das neuste Smartphone aus dem Hause Honor trägt die Nummer 7 und richtet sich insbesondere an die Digital Natives, die, die mehr wollen oder ganz einfach an alle die sich ein vergleichsweise günstiges Smartphone mit viel Leistung wünschen. Doch kann das Honor 7 diese Kriterien erfüllen? Kommt hier tatsächlich die Patentlösung aus China und müssen sich Apple und Samsung fürchten?

Ich möchte hier heute keinen Fanboy-Vergleich zwischen den großen Firmen auf dem Markt wie Apple oder Samsung durchführen kann aber gleich vorneweg so viel sagen, dass sich aufgrund von Preis und der gebotenen Leistung das Honor 7 durchaus auf dem Markt behaupten kann.

Hands-on

Honor 7 PKDas Gerät fühlt sich wertig an und sieht optisch gut aus. Durch das erstmalig bei Honor verbaute Aluminium-Gehäuse macht es auf alle Fälle einen besseren Eindruck als noch bei dem Honor 6 oder 6+. Wie bei den meisten Android-Smartphones verzichtet man auf der Front komplett auf physikalische Knöpfe. Stattdessen gibt es je einen Knopf an den Seiten und den altbekannten Laut-/Leiste-Wippschalter sowie den Powerbutton. Ansonsten bietet das Gerät einen SIM/Speicherkarten-Slot sowie MicroUSB-Anschluss.

Mit 157 Gramm liegt das Gerät gut in der Hand, ist jedoch spürbar schwerer als das iPhone 6. Leider sind die Ingenieure von Honor auf den Zug aufgesprungen und haben die Form des Gerätes dahingehend versaut, dass die rückseitige Kamera wie beim iPhone 6 und 6+ absteht. Bis auf geringe Spaltmaße ist das Gerät jedoch sehr gut verarbeitet.

Octa-Core, 3GB RAM und FullHD

Technisch ist das Gerät gut ausgestattet und bietet rundum sehr solide Rechenpower. Neben dem recht kleinen 16 Gigabyte großen (auf 128Gb erweiterbar) internen Speicher und dem 2,2 Ghz Acht-Kern-Prozessor sorgt der Mali-Chip im Zusammenspiel mit 3 Gigabyte Arbeitsspeicher für ein gestochen scharfes Bild auf dem 5,2 Zoll großen 1080p-FullHD (424ppi) Display.

Perfekt für die Shareconomy!

Perfekt für die Shareconomy!

Die beiden Kameras lösen mit 20 Megapixel (Sony) auf der Rück- und 8 Megapixel auf der Front auf und bieten auf beiden Seiten eine kleine LED zur Beleuchtung bzw. als Blitz. Neben den o.g. Spezifikationen bekommt der Nutzer einen echten Power-Akku in der Größe einer kleineren Powerbank. 3100 ma/h gilt es hier zu verbrauchen, fast doppelt so viel wie beim iPhone 6, bevor sich das Gerät abschaltet. Sarkastisch gesagt können sich darüber auch die iPhone-Freunde freuen, denn der Akku kann tatsächlich als Powerbank fungieren. Dazu einfach via USB-Adapter das Smartphones des Freundes ans Honor 7 anschließen und schon kann der Strom geteilt werden.

Selbstverständlich unterstützt das Gerät alle wichtigen Frequenzen für LTE in Deutschland und lässt sich uneingeschränkt in allen Netzen verwenden. Wer will kann das Smartphone entweder mit zwei SIM oder einer SIM- und einer MicroSD-Karte verwenden.

Fingerabdrucksensor und Extra-Button

honor_angle_01_grey_EN_newÄhnlich wie bei der aktuellen iPhone-Generation lässt sich das Gerät alternativ mit dem eigenen Fingerabdruck entsperren. An der Stelle macht Honor ein paar Dinge besser als die Kollegen aus Cupertino. So reicht das einfache Finger auflegen im Ruhemodus um das Smartphone zu entsperren. Ebenso können per Wisch über den Sensor z.B. Push-Benachrichtigungen hochgeschoben oder das Notification-Center eingeblendet werden.

Ein auf der linken Seite platzierter Knopf lässt sich beliebig programmieren. In drei verschiedenen Modis (einfach-/zweifach- drücken/halten) können entsprechend drei Funktionen verknüpft werden. So lässt sich Abends mit einem Knopfdruck die LED aktivieren oder durch halten des Knopfes eine App öffnen.

Android mit diversen Spielereien

Mit Fingerabdrucksensor auf der Rückseite

Mit Fingerabdrucksensor auf der Rückseite

Das Honor 7 kommt mit Android Lollipop 5.0 und dem EMUI 3.1 Launcher sowie einiger weiter Software-Specials. Dazu zählen unter anderem einige Fotofunktionen wie Lightpainting, Food Filter, Beauty Filter oder Timelapse. Außerdem lassen sich per Klopfen auf das Display Screenshots erstellen oder mit der eingebauten Sprachfunktion das Handy auffinden.

Noch mehr Spielerei bietet das Honor 7 mit der Funktion durch malen auf dem Display im Ruhemodus eine App aufzurufen. Malt man z.B. den Buchstaben „e“ auf das Display öffnet sich der Browser, mit einem „c“ die Kamera usw.

Fazit

Das in zwei Farben (Mystery Grey & Fantasy Silver) erhältliche Honor 7 ist bereits für 349 Euro zu haben. Die verbaute Hardware kann in vielerlei Hinsicht überzeugen und reicht sowohl Akku technisch für einige Stunden Benutzung (laut Honor für bis zu zwei Tage) und für aufwändigere Spiele oder Apps. Mit Hilfe der verbauten Kameras können durchaus Semiprofessionelle Foto- oder Videoaufnahmen aufgenommen werden, wobei die Kamera hier im Abend-/Nachtbereich nicht mit der des iPhone 6 mithalten kann.

Zu den Top-Features zählen in jedem Fall der starke Akku, der akkurate Fingerabdrucksensor sowie die Sondertaste die individuell belegt werden kann und die Option zur Nutzung von zwei SIM-Karten. Leider hat man sich bei Honor auch in 2015 noch nicht für Type-C entschieden und für einige ist die eher spezielle Version von Android sicher auch ein kleines Manko.

Die Rückseite unterscheidet sich farblich kaum

Die Rückseite unterscheidet sich farblich kaum

Doch für wen lohnt sich das Handy jetzt? Wie Eingangs bereits erwähnt spricht Honor mit dem Smartphone eine sehr junge Zielgruppe an. Es geht um das teilen von schönen Momenten, schöne Fotos, ein lange Akkulaufzeit und um eine performante Bedienung. Honor hat hier ein multimediales Smartphone mit einigen Gimmicks zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt gebracht. Technisch und optisch top kann man bei dem Preis nichts falsch machen!

Fotos (c) by Honor

 

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