NAS-Server: DiskStation DS215j von Synology im Test

Synology DS215j Test 6

NAS-Server werden für kleine- mittelständische Unternehmen (KMU) immer interessanter, da sich Daten so effizienter und schneller nutzen lassen. Aber nicht nur Firmen profitieren von der Zentralisierung von Daten – auch Privatanwender können sich mit solchen Geräten den Alltag vereinfachen. Eine NAS-Lösung von Synology haben wir heute im Test!

Was genau ein NAS-Server ist, wie und wofür man ihn nutzt haben wir Alle Daten an einem Ort dank eines NAS vor ein paar Wochen ja bereits ausführlich beleuchtet. Bei der Suche nach einem für unser kleines Unternehmen passende Lösung sind wir auf die NAS-Server von Synology gestoßen. Auf dem DS215j, den wir hier im Test haben, sollen Kundendaten gesichert und gemeinsam genutzt werden.

DS215j im Portrait

DS215j von Synology

DS215j von Synology

Bei dem DS215j handelt es sich laut Synology um einen Einsteiger NAS für Privat- und Heimanwender mit der Möglichkeit zwei Festplatten einzubinden. Neben Dual-Core, USB 3.0 und einem Netzwerkanschluss bietet das Gerät eine umfangreiche Benutzeroberfläche die eine bequeme Administration der eigenen Cloud erlaubt.

Im Lieferumfang enthalten sind neben dem DS215j ein Stom- und LAN-Kabel. Die Festplatte muss entsprechend separat erworben werden. Dazu empfiehlt es sich auf den Hinweis „NAS geeignet“ zu achten, dass sind spezielle Festplatte, die für deinen 24/7-Betrieb geeignet sind. In unserem Test kommt dabei die Western Digital WD30EFRX Red 3TB (125 Euro) zum Einsatz.

Anschlüsse des NAS

Anschlüsse des NAS

Der NAS an sich ist realtiv simpel aufgebaut, zwei USB-Anschlüsse (1x USB 3.o, 1x USB 2.0), LAN- und Stromanschluss auf der Rückseite und Power-Knopf auf der Vorderseite. Dazu ist das Gerät noch mit vier Statuslampen an der Front ausgestattet, die euch eine kurze Info über die Strom-, Netzwerk- und Festplattenaktivität liefert. Dieses Modell ist übrigens nur in weiß erhältlich und misst etwa 16cm x 10cm x 22cm.

Zu den Technischen Daten: Synology setzt hier auf 512 Megabyte Arbeitsspeicher, einem 800 Megaherz starken Dual-Core Prozessor sowie einer Gigabit LAN-Anbindung.

Der erste Start

Ist die Festplatte angeschlossen (klappt extrem einfach, da nur zwei Gehäuseschrauben gelöst und vier Festplattenschrauben angebracht werden müssen), der NAS aufgestellt und die Kabel angeschlossen kann es direkt losgehen. Eure Cloud startet über den Power-Knopf auf der Vorderseite und begibt sich erst einmal in den Installationsmodus den Ihr direkt über das Benutzerinterface aufrufen und konfigurieren könnt. Sobald dieser Vorgang abgeschlossen ist (ca. 15 – 20 Minuten) könnt ihr auch schon loslegen und Daten in eure Cloud verschieben.

Übrigens: Ihr solltet euch den Standort eures NAS gut überlegen. Aus dem Grund, dass dieser 24/7 in Betrieb ist und die Festplatten dementsprechend auch etwas Schonung benötigen sollte das Gerät an einem trockenen und kühlen Ort (Zimmertemperatur) und nicht gerade im Dachgeschoss aufgebaut werden. Dazu kommt noch der hörbare Geräuschpegel (der Lüfter) je nach Auslastung der Festplatte.

Das Benutzerinterface

DSM Oberfläche

DSM Oberfläche

Synology liefert mit dem DiskStation Manager (DSM) ein übersichtlich aber an manchen Stellen dennoch kompliziertes Betriebssystem für die Verwaltung eurer Cloud. Nichts desto trotz wird die Arbeit mit eurem NAS dank des DSM stark vereinfacht. So lassen sich von hier aus in einem kleinen App Store Helferin wie z.B. Google Drive Sync oder andere Netzwerkbasierte-Tools herunterladen. Für die Unterhaltung und nahtlose Übergabe eurer Dateien in den eigenen 4-Wänden bietet Synology außerdem Medienserver-Lösungen (Video, Fotos). Auch Überwachungskameras lassen sich mit einem Programm über das DSM bündeln und einsehen.

Im DSM kann natürlich auch der aktuelle Status des NAS abgerufen werden. So seid ihr dann jederzeit über die Netzwerkauslastung, Fesplattenaktivität usw. informiert. Schön ist auch die Möglichkeit das DSM mobil z.B. über das Smartphone abrufen zu können. Dazu liefert Synology eine mobile Version des DSM.

Im Grunde genommen kann aus dem DSM heraus also so ziemlich alles konfiguriert und verwaltet werden, was mit eurem NAS zutun haben. Dazu muss man sich zum Teil zwar erst einmal zurechtfinden – das klappt allerdings relativ einfach.

Wer seinen NAS übrigens auch außerhalb der eigenen 4-Wände nutzen möchte muss entsprechend in seinem Router Ports öffnen sowie eine statische Domain bzw. IP-Adresse sicherstellen. Synology bietet dazu eine eigene Lösung an, dazu einfach mal hier vorbeischauen.

Volle Power für eure Daten?

LED's signalisieren die Aktivität des Nas

LED’s signalisieren die Aktivität des Nas

In unserem Test beweist sich der Synology DS215j als äußerst zuverlässig was den Transfer von kleinen als auch großen Datenmengen angeht. Zwar erreicht man außerhalb des Lokalen Netzwerkes nur Geschwindigkeiten gemäß seiner Internetverbindung und keinen „Full-Speed“ aber immer noch im brauchbaren Rahmen. Bei mir ist der NAS an die Unitymedia-Verbindung gekoppelt und verfügt deshalb über 128Mbit/s Down- und 6Mbit/s Upstream.

Innerhalb des LAN überträgt die NAS-Festplatte äußerst Flott und reagiert prompt auf meine Anfragen. So werden in etwa folgende Werte erzielt: Lesen 100Mb/s, Schreiben 80MB/s. Für meine Zwecke völlig ausreichend und für eine Netzwerkfestplatte meiner Meinung nach in guter Wert!

Einmal eingerichtet und mit Filmen, Musik und Fotos gefüllt können die Daten aus eurer Cloud heraus natürlich auf nahezu alle Geräte in eurem Haus (oder außerhalb) gestreamt werden. Natürlich unterstützt der NAS auch die verschiedenen RAID-Optionen, so dass sich eine Festplatte z.B. spiegeln lässt usw.

Eine überzeugende All-in-One NAS-Lösung

Festplatten-Installation des NAS

Festplatten-Installation des NAS

Uns hat das DS215j von Synology voll und ganz überzeugen können. Wer nach einer Cloud-Lösung für zuhause oder ein kleines Büro sucht ist mit dem DS215j gut beraten. Gut gelöst ist die Verwaltung über die Benutzeroberfläche und die Installation von Apps (sofern benötigt), die das beste aus dem NAS herausholen. Außerdem liefert der NAS gute Übertragungsgeschwindigkeiten und arbeitet seit rund vier Wochen ohne Probleme im Dauerbetrieb. Von unterwegs kann ebenfalls (nach einmaliger Konfiguration) Problemlos mit den in der Cloud gespeicherten Daten gearbeitet werden und der Status des NAS über die Web-App abgerufen werden.

Wer also in die „NAS-Welt“ einsteigen möchte sollte sich das Gerät von Synology auf jeden Fall mal anschauen. Die eigene Cloud mit samt Streaming, Speicherung und allen anderen Funktionen gibt es mit dem hier getesteten Modell DS215j für rund 170 Euro bei Amazon.

 

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