Sony Xperia Z3 im Langzeittest

Sony XPERIA Z3 Teaser

Gut ein halbes Jahr ist es her das Sony’s neues Smartphone-Flagschiff auf den Markt kam. Ich konnte mich selber zu einen der ersten glücklichen Kunden zählen und bin seit Oktober 2014 im Besitz des neusten Smartphones der Xperia-Reihe, dem Xperia Z3. Das Smartphone wird voraussichtlich nächste Woche eines der ersten Android-Geräte sein, die auf die neuste Android-Version „Lollipop“ geupdatet werden kann. In dem folgenden Bericht werde ich aus meinen Erfahrung der letzten 5 Monate mit Smartphone und über einige Fakten schreiben.

Der erste Eindruck

Erhältlich u.a. in Schwarz und Weiß

Erhältlich u.a. in Schwarz und Weiß

Ich erhielt mein Handy zusammen mit einem Vodafone-Vertrag für 42,50€ monatlich inklusive Flatrate in alle Netze, SMS-Flatrate und 3GB Datenvolumen mit bis 100Mbit/s im LTE-Netz. In dem Duisburger Vodafone-Shop, wo ich das Smartphone abholte, bestand aber auch noch die Möglichkeit es für 520€ vertragsfrei zu erwerben. Zu Hause angekommen packte ich alles ungeduldig aus. Sofort fiel mir eine Besonderheit auf, die man sonst nur von den neueren Apple Smartphones kennt: Das Xperia Z3 wird mit einer Nano-Sim betrieben! Ein Akku musste nicht eingelegt werden. Ähnlich wie beim iPhone besteht nämlich keine Möglichkeit da dieser fest installiert ist. Bei einer Akku-Kapazität von 3.100mAh kommt aber sowieso kein Wunsch auf diesen auszuwechseln. Nach dem Einschalten und der Eingabe des PIN-Codes wurde erstmal nach eine WiFi-Verbindung gefragt um das Handy mit einem Google-Account einzurichten oder ggf. einen zu erstellen. Da ich bereits einen Google-Account habe ging alles relativ schnell und Daten wie Kalender und Kontakte, welche zuvor mit meinem Samsung Galaxy S2 synchronisiert wurden, konnten problemlos auf das Z3 übertragen werden.

Kurzer Zeit später wurden alle relevanten Apps, welche ich auf meinem alten Smartphone nutzte und auch teilweise erworben hatte auf dem Z3 installiert und konfiguriert. Schon jetzt bemerkte wie effizient und flüssig das User-Interface von Sony war und kann im Voraus schon einmal verraten das es immer noch so ist.

Verarbeitung und Qualität

Die Kamera lässt keine Wünsche offen.

Die Kamera lässt keine Wünsche offen.

Schon beim ersten Halten in der Hand konnte ich fühlen das dies ein Premium-Produkt ist.  Anders als bei meinem alten Samsung besteht das Z3 nämlich aus Glas und Aluminium. Vorder- und Rückseite bestehen aus kratzfestem Gorilla-Glas und die Seiten aus Aluminium. Anders als bei vielen anderen Handys sind alle Anschlüsse mit Schutzkappen ausgestattet und die Lautsprecher, bzw. das Mikrofon durch Membranen geschützt. So kommt nicht nur kein Staub in das Z3, sondern ist es auch nach IP 65/68 Standard wassergeschützt. Das Smartphone könnte man also bis zu einer Tiefe von 1,5m für eine halbe Stunde im Süßwasser nutzen. Die wenigsten Leute werden von diesem Feature Gebrauch machen, aber theoretisch könnte man beim Schnorcheln im See Unterwasserfotos machen. Testweise habe ich mal mit meinem Smartphone beim Duschen Musik gehört und es in ein Becken voller Wasser getaucht. Das Handy nahm wie anzunehmen keinen Schaden von den Aktionen. Zu bemängeln habe ich nur einen kleinen Kratzer auf dem angeblich kratzfesten Gorillaglas und eine kleine Absplitterung der Farbe am Aluminium-Rand welche ich nach einem Fallenlassen zu beklagen habe. Ansonsten kann man in diesem Punkt sagen das dass Sony Xperia Z3 ein hochwertiges Premium-Smartphone ist.

Display und Kamera

Funktioniert auch unterwasser.

Funktioniert auch unterwasser.

Sony wirbt neben der Wasserdichtigkeit gerne mit der extrem hohen Kameraauflösung des Xperia Z3. Die Kameralinse auf der Rückseite wird mit dem Schriftzug „20.7MP“ geziert. Diese Auflösung könnte der Kamerasensor theoretisch leisten, aber nur in der Theorie. Hier gibt es nämlich einen kleinen Haken: Die Kamera-App welche seitens Sony installiert ist nimmt im automatischen, im Modus „Überlegene Automatik“, nur mit 8MP auf. Um die vollen 20.7 Megapixel nutzen zu können brauch man schon etwas fotografisches Können, da diese nur im manuellen Modus aktiviert werden können. Ab und zu nutze ich sie, aber da ich meistens nur kleinere Schnappschüsse mit meinem Smartphone mache, bleibe ich doch lieber im bequemeren, automatischen Modus. Die meisten Messenger wie WhatsApp oder Threema skalieren die Auflösung sowieso runter, also reichen mir die 8MP aus, auch wenn ich mit Mehraufwand mehr als das Doppelte erzielen könnte. Abgesehen von der überlegenden Automatik und dem manuellen Modus gibt es in der Kamera-App noch viele andere nette Spielereien wie Hintergrundunschärfe und Schwenk-Panoramen.

Ich habe schon viele Displays gesehen und hielt die Retina-Displays und die Displays der Samsuns S-Reihe für gut, aber das Display des Xperia Z3 speilt meiner Meinung nach in einer anderen Liga. Das Full-HD Display liefert super Farben und alles erscheint gestochen scharf. Testweise spielte ich 4k Landschaftsaufnahmen auf dem Handy ab und bin nach wie vor überzeugt. Draußen ist das Display immer gut abzulesen denn das Display ist extrem hell und ich meine wirklich extrem Hell! Ich bin kein Fan von automatischer Display-Helligkeitseinstellung da ich der Meinung bin das es eine Verschwendung an Akku-Laufzeit wäre und wenn ich die Displaybeleuchtungseinstellung noch auf 100% habe und ich Abends oder in einem dunklen Raum das Handy aus dem Stand-By-Modus hole, fallen mir fast echt die Augen raus. Zudem ist die Größe des Displays mit 5,2“ ohnehin eine Augenweide.

Technische Eigenschaften und Ausdauer

Der Akku bleibt den ganzen Tag lang treu.

Der Akku bleibt den ganzen Tag lang treu.

Das Xperia Z3 wird einem Snapdragon S801 Quadcore-Prozessor mit einer Taktrate von 2,5GHz betrieben und verfügt über 3GB Arbeitsspeicher. Diese enorme Leistung lässt das Z3 in jeder Situation gut da stehen. 1080p-Videos im Matroska-Format können ohne Störungen von einer Cloud gestreamt werden, .rar-Dateien sind sekundenschnell entpackt und aufwendige Spiele sind ebenso ein Klacks. Auch wenn man nicht diese obengenannten Extrem-Beispiele macht, macht sich die Leistung doch bemerkbar. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist enorm hoch. Alle Apps laden schnell und flüssig und selbst das Browsen mit dem vorinstallierten Chrome-Browser macht echt mega spaß. Man kann schon sagen das dass Z3 ein leistungsstarker Computer im Taschenformat ist. Man könnte denken dass all diese Rechenpower sich negativ auf die Akkulaufzeit auswirken könnte, aber ich kann euch bei diesem Punkt beruhigen! Wie schon erwähnt verfügt das Smartphone über einen 3.100mAh starken Akku, dazu hat das Handy ein gutes Energiemanagement wie z.B. durch den Stamina-Modus (Sony’s Akku-schon-Programm). Meistens reicht es mir aus wenn ich das Handy jeden Tag an die Steckdose hänge, aber ich muss zugeben dass es nicht immer so ist. Wenn man mal einen City-Trip hinter sich hatte mit vielem Nutzen von GPS-Karten und Internetrecherchen durstet es dem Z3 auch schon am späten Abend.

Konnektivität

Die optischen Anschlüsse des Xperia Z3 sind überschaubar.  Es gibt einen Micro-SD Slot (Erweiterbar bis 128GB, wären mit dem internen Speicher 142 nutzbare Gigabyte Speicher!!!) und den standardisierten Micro-USB Anschluss. Als Besonderheit gibt es noch zum Aufladen einen magnetischen Dock-Connector an der Seite, welche für Dockingstations oder KFZ-Halterungen sich als nützlich erweist.

Ansonsten bietet das Smartphone wie zu erwarten W-LAN und Bluetooth der neusten Generation und bietet noch weiteren Komfort über NFC-Kompatibilität. Außerdem unterstützt das Z3 auch LTE Cat4 mit welchem man mit bis zu 150Mbit/s surfen könnte, wenn verfügbar. Die Empfangsleistung hat mich auch noch nie im Stich gelassen. Ich habe oft noch mit einem Balken LTE, wo meine Freunde mit ihren iPhones oder Smasung-Handys in’s weniger schnelle Netz herabgestuft werden (die meisten meiner Freunde haben auch Vodafone) und der W-LAN Empfang ist meiner Meinung nach gut, aber lässt doch Wünsche offen. Beispielsweise bekomme ich auch bei optimalen Empfangsbedingungen nicht die vollen 200Mbit/s rein, die mir mein ISP (Unitymedia) zur Verfügung stellt.

Als Testbeispiel zeige ich es euch anhand meines Notebooks und dem Z3. Mein Notebook ist mit einer Intel Dual-Band Wireless-AC 7260 Netzwerkkarte ausgestattet. Also eine Netzwerkkarte der neusten Generation. Dieser steht meist auf meinem Schreibtisch. Exakt ein Stockwerk darüber steht ein Router Modell TP-Link Archer C5, nur durch eine Decke aus Holz und Putz getrennt. Auf meinen NAS-Speicher kann ich mich ca. 75MB/s kopieren was 560Mbit/s entsprechen würde. Als Referenzwert habe ich deshalb mit diesem Notebook über speedtest.net einen Test erstellt.

Den gleichen Test führte ich mit meinem Z3 mit der Ookla-Speedtest-App am selben Server, von derselben Position im  Zimmer aus und erreichte bloß eine Geschwindigkeit von 176,34Mbit/s und einem viel schlechteren Ping. Schade dass das Z3 an diesem Punkt so versagt.

 

Fazit

Volle Empfehlung: Das XPERIA Z3 von Sony

Volle Empfehlung: Das XPERIA Z3 von Sony

Beim Langzeit-Test konnte das Smartphone definitiv punkten. Es sollte sich unter den 3 besten Smartphones einreihen können. Das Handy ist inzwischen auch etwas günstiger geworden und bietet gegenüber anderen Herstellern wie Apple ein besseres Preis-Leistungsverhältnis. In allen angesprochenen Punkten erreichte Das Smartphone von meiner Betrachtung aus die Bewertungen „Gut“ bis „Überragend“. Nur der schwache W-LAN-Empfang und die Kratzer im Gorilla-Glas stören ein wenig, aber selbst bei Porsche oder Mercedes wird man kein perfektes Produkt bekommen können.

Erhältlich ist das Sony Xperia Z3 in Schwarz ab 489 Euro bei Amazon.

Vielen Dank an Christian für den Bericht!

Fotos (1), (2), (3): pestoverde unter CC BY 2.0

 

  • HERVERT

    Ich habe es und es ist alles andere als Kratzfest

  • Beate Koepke Geb Nagel

    hasdt du mittlerweile auch probleme mit dem display,nen riss oder so der von alleine kam, wie es mir jetzt beim z3+ passiert, hoffentlich repariert sony das, denn das problem is ja bekannt, nr nicht offiziell.

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