Echte Ende-zu-Ende Verschlüsselung: Threema

Threema Teaser

Täglich laufen mehrere Millionen Nachrichten über die Server von WhatsApp Inc. Dies ist nicht verwunderlich denn der Messagingdienst nutzt die wahrscheinlich eh schon vorhandene Datenverbindung des Smartphones. Somit spart man sich die 9 bis 19 Cent für eine SMS. Es ist komfortabel, einfach zu bedienen und der Service ist zumindest im ersten Jahr kostenlos. Die anschließend anfallenden Kosten von 89 Cent jährlich sind Peanuts und gut zu verschmerzen.

Dennoch schläft die Konkurrenz nicht. Egal ob Joyn, Viber, Line oder Google Hangouts. Die Auswahl an (teilweise) kostenfreien Messengern ist umfangreich und jeder Dienst hat auf jeden Fall seine eigenen Vor- und Nachteile.

Meine persönliche Vorliebe gilt jedoch momentan der Applikation Threema aus dem Hause Kasper Systems GmbH in der Schweiz. Sicherheit und Datenschutz wird hier groß geschrieben. Das minimalistische Design überzeugt. Die App kostet momentan einmalig 1,79€ für iOS respektive 1,60€ für Android. Das war’s. Somit ist auch klar: andere Smartphones wie Blackberry, Windows Phine oder mit Symbian betriebene Mobiltelefone schauen in die Röhre.

Kommen wir zu den Vorteilen: Bei der gerade hitzig geführten Diskussion über Datenschutz kann Threema punkten: es nutzt eine echte End-zu-End Verschlüsselung. Daher ist es nicht so ohne weiteres möglich, die Nachrichten zwischendurch abzufangen und zu lesen – was selbst für den Serverbetreiber gilt. Weitere Details zu der Verschlüsselungstechnik, im übrigen auf RSA 2048Bit Niveau, und andere Informationen findet ihr in den FAQ. Darüberhinaus könnt ihr die App selbst mit einem Code absichern und somit vor Neugierigen Betrachtern schützen. Neben dieser Funktion wird bei Push-Nachrichten erfreulicherweise keine Vorschau angezeigt. Dies stellt zusätzlich sicher, dass die Nachrichten auch wirklich nur vom Empfänger gelesen werden.

Es gibt 3 Stufen der Kontaktaufnahme. Die geringste Sicherheit bietet das Abgleichen der Threema-ID und dem öffentliche Schlüssel über den Server (roter Indikator). Weiterhin möglich: Das Synchronisieren mit dem lokalen Telefonbuch (orange) über die eingepflegte Rufnummer oder eMail-Adresse. Die sicherste Methode ist jedoch der vor-Ort-QR-Code-Scan (grün). Letzter Punkt garantiert die eindeutige Identifikation des Teilnehmers.

Ein großer Nachteil ist jedoch die mangelnde Verbreitung. Dies liegt wahrscheinlich auch an der (noch?) nicht verfügbaren kostenlosen Testversion von Threema. Dies wäre eine gute Strategie, neue Kunden anzufüttern. Viele Nutzer scheuen sich davor, blind das Geld in eine Software zu investieren welche sie nicht kennen und vielleicht auch nicht mögen. Die Software ist noch relativ neu und beinhaltet noch nicht alle gewohnten Dienste. Diese werden aber mit der Zeit implementiert. Es sei euch dennoch an Herz gelegt: Unterstützt den Entwickler und mach den Euro locker. Es lohnt sich definitiv denn die Grundidee ist in meinen Augen hervorragend und ausbaufähig.

Gewinnspiel

Um die Verbreitung von Threema ein kleinwenig anzukurbeln verlosen wir unter allen Kommentatoren drei Threema-Lizenzen für iOS. Sagt uns einfach warum ihr Verschlüsselung im Internet wichtig findet. Ihr habt bis nächste Woche Dienstag (4.3.14 23:59 Uhr) Zeit dafür!

Danke an Stefan für den Gastbeitrag!

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