Nach Facebook-Übernahme: Demnächst mit WhatsApp telefonieren

whatsapp teaser

Die Schlagzeilen um den Kurznachrichtendienst WhatsApp reißen in den letzten Tag nicht ab. Erst vergangenen Mittwoch kaufte das größte Soziale Netzwerk der Welt (aktuell über 1,2 Milliarden Nutzer)  WhatsApp für rund 19 Milliarden US-Dollar. Dann, wenige Tage später: eine Panne legt den Nachrichtendienst am Samstag für einige Stunde lahm. Jetzt legt der Mitbegründer Jan Koum von WhatsApp noch einen drauf: WhatsApp wird um eine Telefonfunktion erweitert. Und nicht nur das: Eine Kooperation mit E-Plus ist hierzulande ebenfalls geplant.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona (MWC) macht heute eine unerwartete Meldung die Runde: Jan Koum, Mitbegründer des Messenger-Giganten, verkündete, dass man bald auch mit WhatsApp telefonieren könne. Bis Ende des Jahres solle die Nachrichten App um eine Telefonfunktion erweitert werden. Darüber hinaus werde nach dem unglaublichen Verkauf der Firma an Facebook jedoch alles beim alten bleiben, versicherte Jan Koum. „Unser Ziel ist es, dass jeder Smartphone-Kunde WhatsApp nutzt“, erklärte Koum auf dem MWC in Barcelona.

Sprachnachricht war gestern! Bald können WhatsApp Nutzer auch direkt aus der App heraus Telefonate führen.

Sprachnachricht war gestern! Bald können WhatsApp Nutzer auch direkt aus der App heraus Telefonate führen.

„Ich denke, die grundsätzliche Botschaft ist, dass sich unsere Pläne nicht ändern.“ sagt Koum und damit meint er ganz speziell die Sorge um den Schutz von Nutzerdaten. So versuchte der junge Milliardär diese bedenken auszuräumen.  „Als Firma wollen wir so wenig wie möglich über unsere Nutzer wissen“ ist wieder einmal sein Argument. Und auf die Frage, welches Interesse Facebook an WhatsApp habe betont er die großen Nutzerzahlen von WhatsApp. Mit rund 450.000 Nutzern ist Facebook jeder WhatsApp Nutzer etwa 49 US-Dollar wert – irgendetwas großes muss das Soziale Netzwerk also mit dem Messenger vorhaben. 

WhatsApp kooperiert hierzulande bald mit E-PLUS

Darüber hinaus gab der Firmenchef bekannt, dass man auch Pläne für Deutschland habe: Im kommenden Frühjahr will der Kurzmitteilungsdienst sich auch als Mobilfunkanbieter probieren. Und weil das so ganz alleine nicht klappt holt er sich Hilfe bei E-Plus. Der hierzulande drittgrößte Netzanbieter hat bereits eine Vereinbarung mit WhatsApp geschlossen.

 

 

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