Edward Snowden für den Friedensnobelpreis nominiert

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Wer hätte das gedacht – der wohl aktuell umstrittenste Whistleblower Edward Snowden wurde für den diesjährigen Friedens Nobelpreis nominiert. Bekannt für seine mutige Aktion, nämlich die Aufklärung über die illegalen Machenschaften des Amerikanischen und Britischen Geheimdienst, erwies uns der junge ehemalige Geheimdienstmitarbeiter einen großen Dienst. Ihm haben wir zu verdanken, dass Datenschutz nun noch mehr in den Vordergrund geraten ist. Wird er den diesjährigen Friedensnobelpreis im Dezember diesen Jahres verliehen bekommen?

Die Taten der Geheimdienste sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Großbritannien sind mithilfe des umfangreichen Fundus von Edward Snowden mittlerweile durch jede Presseagentur der Welt gegangen und haben in der Bevölkerung und in politischen Kreisen für Aufklärung gesorgt. Auch wenn die Kritik an dem ehemaligen Geheimdienstler Snowden sehr groß ist, liegt es auf der Hand, dass wir ihm sehr viel zu verdanken haben. Mittlerweile beginnen Politiker auch einmal über den „Tellerrand“ zu schauen und sich Gedanken im Bezug auf die Enthüllungen des Whistleblowers zu machen.

Umso besser ist es nun für Edward Snowden, dass die Sozialistische Linkspartei (SV) in Norwegen ihn für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen haben. Zwei Abgeordnete, die für die Nominierung berechtigt sind, sprechen sich für die Auszeichnung Snowdens für seine Dienste, die er der Welt erwiesen hat, aus. Ihren Vorschlag begründet die Partei auf ihrer Webseite mit den Worten: „Wir sind davon überzeugt, dass die öffentliche Diskussion und die Veränderungen in der Politik, die den Enthüllungen von Snowden gefolgt sind, zu einer stabileren und friedlicheren Weltordnung beigetragen haben.“

„Das berechtigte Interesse eines Landes an zuverlässiger Geheimdienstarbeit zur Wahrung seiner eigenen Sicherheit muss immer im Gleichgewicht mit individuellen Freiheiten und globalem Vertrauen stehen; das ist eine wesentliche Bedingung für Stabilität und Frieden. Edward Snowden hat einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen“, schreiben die Politiker weiter.

Eben diese Meinung werden wohl ein Großteil der Unterstützer und Befürworter Snowdens so unterschreiben können. In der Vergangenheit sprachen sich bereits vermehrt Politiker, wie beispielsweise Gregor Gysi (Linke) als auch prominentere Personen für die Arbeit von Edwards Snowden aus. So forderte der Vorsitzende der Linken während einer Debatte im Deutschen Bundestag zur NSA-Affäre schon im November den Friedensnobelpreis für Snowden.

Diesen Samstag, dem 1. Februar 2014, läuft die Frist für Vorschläge zum Friedensnobelpreis aus. Ab diesem Zeitpunkt müssen wir uns bis zum 10. Dezember gedulden, dann wird nämlich in Oslo der Preis vergeben. Ob Snowden im Fall einer Verleihung den Preis persönlich entgegen nehmen kann ist ungewiss. Bis Mitte des Jahres genießt der Ex-Geheimdienstler noch ein befristetes Asyl in Russland. Dauerhaften Schutz und Zuflucht hat ihm bis dato jedoch noch kein Land angeboten.

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