iPad mini im Alltag – Ersatz für einen Laptop?

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Kann das iPad einen klassischen Laptop ersetzen? Ist das iPad tatsächlich ein vollwertiger, alltagstauglicher, tragbarer Computer? Genau diese Frage wollte ich auf den Grund gehen und habe mir für das Arbeiten mit meinem iPad mini eine Tastatur von Logitech zugelegt. Von unebenen Oberflächen über iOS Gefangenschaft bis hin zu Fehlenden Anschlüssen bin ich einigen Problemen begegnet. Doch lest selbst welches Fazit ich gezogen habe.

Das iPad mini ist zunächst einmal ein 7,9 Zoll großes Tablett mit allen Funktionen die wir von einem iPhone und iPod Touch kennen. Bis auf die Telefonfunktion und den 3G-Chip, denn in meinem Beispiel gehen wir von einem normalen iPad mini ohne 3G aus. Ausgestattet mit all diesen Funktionen, welche da unter anderem wären: Internetbrowser Safari, Musik-App und iWork (für alle Geräte ab 1. September kostenlos, ansonsten rund 30€ für das Office Paket von Apple).

Im Alltag zeigt das iPad als Notebookersatz sowohl seine Stärken als auch seine schwächen. Dies macht sich besonders im Gebrauch von Produktiven Programmen wie z.B. den Office-Tools bemerkbar. Aber auch beim Surfen oder Arbeiten mit diversen Programmen kommt es zu bemerkbaren Unterschieden.

iPad mini als Laptopersatz (3)Zum Erstellen von kürzeren aber auch längeren Texten eignet sich das iPad in Kombination mit einer Bluetooth Tastatur hervorragend. Besonders unterwegs, wenn man mal in einem Café oder einer Bibliothek ist, ist man mit einem iPad gut beraten. Im Gegensatz zu einem Laptop punktet das iPad mit seiner langen Akkulaufzeit und seinem geringen Gewicht. So wiegt das iPad mini mit der Tastatur gerade einmal schlappe 539g. Im Vergleich: Ein Macbook Pro wiegt rund 1,5kg.

Zurück zuhause ist das iPad auf der Couch, in der Küche oder im Bett der eindeutig bequemere Begleiter zum Surfen, Mailen und Chatten. Einziger Nachteil: Nutzt man das iPad mit Tastatur benötigt man immer einen ebenen Untergrund, da man sonst nicht vernünftig tippen kann. Aber beispielsweise im Bett ist auch das kein Problem, dann nimmt man einfach die Tastatur ab.

Im Gegensatz zum iPad bietet ein Laptop jedoch die Möglichkeit Programme zu installieren, so ist es beispielsweise unumgänglich für die Bearbeitung von Fotos mit Photoshop & Co. einen Laptop zu benutzen. So geht es auch mit vielen weiteren Programmen von denen sich nur die wenigsten durch Apps ersetzen lassen. Ein weiterer Nachteil, den auch das iPad nicht ausgleichen kann sind die Fehlenden Anschlussmöglichkeiten für HDMI, USB & Co. HDMI geht zwar über Umwege mit einem Extra-Adapter, kostet jedoch wieder und muss nachgekauft werden. Desweiteren lässt sich der Speicher des iPad nicht erweitern, so dass man was das betrifft ebenfalls recht eingeschränkt ist. Das ist jedoch kein so großes Problem da man, abgesehen man hat eine Vielzahl von Filmen, Podcasts, Fotos oder Musik-Titeln auf dem iPad, nicht so große Dateien erzeugen kann. Arbeitet man beispielsweise am Laptop mit Photoshop so kommen da schon mal ganz gerne mehrere Hundert Megabyte zustande.

Adapter von Lightning auf VGA
Adapter von Lightning auf VGA

Wobei wir auch schon bei dem nächsten Punkt wären, das iPad muss nämlich immer wieder mit iTunes Synchronisiert werden sofern man neue Daten wie Filme, Bilder und Musik auf das Gerät übertragen möchte. Filme und Musik kann man zwar aus dem iTunes Store kaufen, eigene Dateien müssen jedoch über diesen Umweg übertragen werden. Vorteil hierbei ist jedoch, dass man sich die iCloud zur nutze machen kann, sofern man mehrere Apple Geräte besitzt. So hat man alle seine Geräte, bei mir sind es iPad, iPhone und Apple TV, stets Synchron und auf dem neuesten Stand. Apples Hardware arbeitet da perfekt und nahtlos ineinander.

Aufgrund der Fehlenden „Maus“, bzw. des Nichtvorhandenseins eines Touchpad fällt das benutzen mancher Webseiten oder Dokumente etwas schwer fällig.  Zwar sind im Internet schon viele Webseiten für das mobile Surfen via Tablet oder Smartphone optimiert, trotzdem trifft man immer wieder auf Internetseiten, die ausschließlich eine Desktop-Version ihrer Seite anbieten, so dass auf diese Seiten das anklicken von Links o.Ä. nicht sehr leicht fällt. Auch in Dokumenten ist es manchmal ein zeitraubendes Unterfangen Textstellen oder ganze Textpassagen auszuwählen und zu Verschieben/Kopieren/Ausschneiden/Löschen. Dies funktioniert mit einer Maus/Touchpad wesentlich einfacher.

iPad mini als Laptopersatz (4)Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass man mit einem iPad in Verbindung mit einer Bluetooth-Tastatur sehr gut beraten ist, sofern man nicht vor hat aufwendige Programme zu benutzen oder seinen Laptop zu ersetzen. Das iPad eignet sich perfekt zum Surfen, Mailen, Chatten und steht dem Notebook in Sachen Textverarbeitung in nichts nach. In Punkto Maße und Gewicht ist das iPad natürlich ganz klar vorne, dafür muss man aber entsprechend auch mit  diversen Restriktionen seitens Apple und iOS klar kommen. So lassen sich keine klassischen „Programme“ installieren – gibt es also keine App war es das an dieser Stelle schon. Auch die Erweiterbarkeit von Speicher und die Anschlussmöglichkeiten sind stark limitiert. Auch die Einschränkung der iTunes Synchronisation macht das iPad sehr abhängig von einem zweiten Gerät, sodass man neben dem iPad immer noch einen Computer haben sollte.

Wer also ein Gerät benötigt um sich im Internet zu bewegen, Mails und längere Texte zu schreiben ist mit dem iPad gut bedient. Meiner Meinung nach eignet es sich als ideale Ergänzung zum Computer, da man so auch Unterwegs produktiv sein kann und nicht mehr auf einen schweren Laptop angewiesen ist. Für mich beispielsweise kommt das iPad in der Schule oder an Plätzen abseits meines Homeoffice zum Arbeiten bzw. Bloggen zum Einsatz. In der Schule ist das iPad einfach ein kleiner und kompakter Begleiter um im Unterricht Mitschriften oder Präsentationen zu erstellen. Ein Laptop wäre da einfach zu sperrig.

iPad mini als Laptopersatz (1)Fazit: Nein, ein iPad bzw. Tablet kann natürlich keinen Laptop ersetzen, da man immer ein weiteres Gerät für Anspruchsvollere Aufgaben und vor allem zur Übertragung von Daten parat haben muss. Außerdem gelangt man mit dem iPad immer wieder an den Punkt an dem eine App eben nicht ausreicht. Einige Beispiele wären z.B. FTP, Bildbearbeitung, Programmierung, etc. Eine Interessante und überraschende Entdeckung die ich gemacht habe ist, dass man mit dem iPad wieder erwarten sehr gut DJ-Programme ersetzen kann. So gibt es zahlreiche Apps mit denen man einfach und bequem Musik erzeugen/mixen kann (wie z.B. TRAKTOR DJ, iDJ2GO). Nichtsdestotrotz ist das iPad ein super Begleiter für Unterwegs und ein gutes Zwischending zwischen Computer und Notebook. Für die oben genannten Situationen meiner Meinung nach völlig ausreichend und zur Textverarbeitung um eines Kompakter als ein schwerer Laptop.

 

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