Das Smartphone als ein körperlicher Teil von uns?

Ihr habt eine SMS bekommen – oder auch nicht? Es hat in der Hosentasche vibriert, sogar den Ton habt ihr gehört. Doch das komische: ihr habt das Smartphone gar nicht in eurer Hosentasche. Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um einen Phantomschmerz, welcher vom Körper ausgelöst wird, wenn wir von besonders wichtigen Dingen getrennt werden.

Medizinisch gesehen handelt es sich bei einem Phantomschmerz um eine Folge einer vorhergegangenen Amputation eines Körperteils. Die Patienten, die von diesem „Phänomen“ berichteten, haben einheitlich ausgesagt, dass sie in den nicht vorhandenen Körperteilen einen schmerz spüren. Das liegt daran, dass sich das Gehirn selber reorganisiert, wenn es von den Nervenenden einer Gliedmaße kein Signal mehr bekommt. Wurde also beispielsweise ein Arm amputiert, bleibt die Nervenverbindung zum Gehirn weiterhin bestehen.

Forscher haben in aktuellen Studien jetzt herausgefunden, dass das Gehirn auch leblose Objekte, wie beispielsweise ein Smartphone, als Teil unseres Körpers bestimmen kann. Der ein oder andere verwendet ein Smartphone teilweise so oft, dass sein Unterbewusstsein das Gerät schon als einen Teil des Körpers erkannt hat.

Die „World Unplugged“ Studie hat 1.000 Teilnehmer aus aller Welt um einen Selbsttest gebeten: 24 Stunden auf jegliche Medien wie Internet, Handy, Fernsehr et cetera zu verzichten. Das Ergebnis war fast durchweg jenes, dass die Teilnehmer unter leichten Depressionen, Angstgefühlen und Entzugserscheinungen litten.

Ich war nervös wie ein Crack-Abhängiger weil ich mein Mobiltelefon nicht nutzen konnte. (Teilnehmer aus den USA)

Aber mal im ernst, das ist kein Scherz. Wie oft fühlt man sich unvollständig wenn einem mal das Handy fehlt? Wie oft hatte man das Gefühl, man würde angerufen werden aber in Wirklichkeit ist gar kein Anruf eingegangen?Mir geht es manchmal so, dass ich denke mein Handy hat vibriert. Schaue ich dann aufs Display, sehe ich weit und breit nichts. Ich bin zwar nicht wirklich süchtig nach dem Handy aber ohne würde ich auch nicht mehr wollen. Mehr zu dem Thema in einem älteren Blogpost, „JA, ich bin ein Smartphone Junkie„.

  • Dieser Luxus, sofern man ihn noch so nennen kann anstelle von normaler Lebensstandard, gehört mittlerweile schon so fest in das Leben eines Menschen, dass sogar schon Kinder mit einem eigenem Telefon rumlaufen.

    Auf jeden Fall denke ich, dass diese „Phantomschmerz“ Geschichte vielleicht ein bisschen arg übertrieben ist, aber dass es zum Teil des Menschen wird, ist nicht abzustreiten.

    Ich schaue auch oft auf mein Handy und habe es auch ständig in Reichweite, auch ist es mir schon oft genug passiert, dass ich glaubte mein iPhone schellt, ohne das da was ist.

    Schon seltsam. Sollte uns das nicht vielleicht zu denken geben? Oder zeigt es die Notwendigkeit in der heutigen Gesellschaft, als Werkzeug, Unterhaltungs-Objekt und Statussymbol?

    Auf jeden Fall ist eine gewisse Abhängigkeit in der heutigen Generation nicht abzuerkennen, und ich würde es auch nicht berauschend finden, wäre dieser Fortschritt auf einmal wieder Geschichte. 🙂
     

    • Stimme dir voll und ganz zu, ein Leben ohne Handy und Co. würde ich auch nicht mehr haben wollen, zumal ich mich gar nicht mal mehr so gut an Zeiten ohne so viel Technik im Alltag wie heute erinnern kann.

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