Facebook kontrolliert alle Inhalte: Brüste verboten, Fleischwunden erlaubt

Rund 700 Millionen Mitglieder sind mittlerweile im größten Sozialen Netzwerk der Welt angemeldet. Logisch, dass da auch täglich einige Milliarden Einträge abgeschickt werden. Egal ob Fotos, Videos oder Texteinträge – ein großes Team von Moderatoren sitzt hinter den Kulissen von Facebook und kontrolliert was auf Facebook gepostet wird. Bisher wusste jedoch niemand nach welchen Kriterien, jetzt hat aber ein 21-Jähriger Marokaner ausgepackt und erzählt, wonach die Moderatoren sich richten müssen.

Tabu ist, unter anderem zum Schutz von Minderjährigen Nutzern, beispielsweise die Darstellung von Sex, Sexspielzeug oder Geschlechtsteilen. Aber auch Statusmeldungen etc., dessen Inhalt zu leicht bekleidete, halbnackte Frauen darstellen, sind verboten. Selbst Brustwarzen sind tabu – so beschweren sich seit Jahren zahlreiche junge Mütter darüber, dass Fotos vom stillen ihrer Kinder entfernt werden. Widersprüchlich: Facebook setzt sich für das stillen von Kleinkindern ein, Moderatoren müssen diese Inhalte jedoch entfernen.

Völlig in Ordnung sind hingegen Darstellungen von gebrochenen Schädeln, verletzten Extremitäten, tiefen Fleischwunden und großen Blutmengen. Es darf jedoch keine Verstümmelung von Menschen gezeigt werden, sowie keine Bilder von verbrannten oder geköpften Leichen (wer lädt sowas überhaupt hoch?!). Außerdem ist es verboten Inhalte mit Innereien, Anleitungen und Darstellungen zum Suizid (Selbstmord) hochzuladen. Nebenbei wird noch erwähnt, dass es strikt untersagt ist, Körperflüssigkeiten zu publizieren. Ausnahme: wenn sich nicht beim Austreten aus dem Körper zu sehen sind. Samenflüssigkeit darzustellen ist überhaupt nicht erlaubt.

Ergänzend zu den oben genannten Regeln, duldet Facebook keine Inhalte mit Hasssymbolen, Hassreden oder Gewaltverherrlichungen. Auch hier eine Ausnahme: sind sind ersichtlich vom Autor humorvoll gemeint oder kommentiert. Bilder von Drogen und der Konsumierung von Drogen sind auch unerwünscht, es sei denn sie werden im Zusammenhang mit Wissenschaftlich- oder Medizinischen- Untersuchungen etc. gepostet. Der Konsum von Marihuana und die Pflanze selber dürfen hingegen publiziert werden. Wird jedoch ersichtlich, dass der Autor Cannabis kauft, verkauft oder anpflanzt, wird der Inhalt entfernt.

Wie man sehen kann, zensiert Facebook wirklich nur die wirklich harten Sachen, wobei ich finde, dass ein Foto einer Mutter beim stillen ihres Babys nicht so schlimm ist wie der Konsum von Cannabis. Aber das hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass Marihuana in den Niederlanden beispielsweise legal ist. Was ich jedoch krass finde, ist die Vorstellung, was die Moderatoren, bei einem Basislohn von übrigens 1$ pro stunde, sich Tag für Tag alles ansehen müssen. Auf Facebook sind mit Sicherheit eine menge schwarzer Schafe unterwegs.

Quelle: golem.de | Text © NölSch.de

 

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