[Review] Corsair Force GT 60GB – Solid-State Drive (SSD)

SSD. Was steckt überhaupt hinter diesem Kürzel und in wie weit spielt es zukünftig eine rolle? Um diese zwei Fragen und vorallem um die Corsair Force GT geht es in diesem Blogpost. Ich habe mir die SSD vor kurzem zugelegt und war schon ab dem ersten Moment begeistert. Windows 7 innerhalb von weniger als 30 Sekunden starten. Wer möchte das schon nicht?

Geschwindigkeit ist bei Computern schon immer das Maß der dinge. Nicht umsonst Entwickeln Intel und AMD hinter verschlossenen Türen Jahr für Jahr neue Prozessoren. Von Quad- über Hexa- bishin zu Octa-Core Prozessoren ist mittlerweile alles im Handel. Doch die Festplatten blieben bisher immer auf der Strecke. Mit den „neuen“ Solid-State Drives (kurz SSD) soll sich das zukünftig ändern. Denn: die gerade mal knapp 80g schweren Datenträger schaffen derzeit Übertragungsraten über 500 Megabyte pro Sekunde. Lesen und Schreiben, wohlgemerkt.

Doch wo der Markt hinführt konnte man in den letzten Jahren und besonders in den letzten zwei Jahren sehr gut beobachten. Die Anzahl verkaufter SSDs ist rapide angestiegen, während der Begriff SSD vor einigen Jahren für viele noch ein Fremdwort war, ist er mittlerweile jedem, der auf der Suche nach einem neuen Computer ist, sicherlich bekannt. Dies liegt mit Sicherheit nicht zuletzt an den fallenden Preisen für Solid-State Drives und der Flutkatastrophe in Japan, wo viele große Unternehmen ihre Elektronikteile produzieren. Übrigens: die erste SSD wurde laut Wikipedia 1978 von StorageTek hergestellt.

Soviel zum Begriff und Geschichte der Solid-State Drives. Kommen wir nun jedoch zum eigentlichen Thema: der Corsair Force GT. Die SSD aus dem Hause Corsair ist im Internet ab 80€ zu haben (UVP: knapp 100€). Corsair gibt schreibraten bis zu 555 Mb/s (schreiben) und 495 Mb/s (lesen) an und wirbt damit, sie sei für robuste Zwecke und hohe Geschwindigkeiten konzipiert worden. Die SSD ist 2,5″ Groß und mit dem aktuellsten SandForce Controller ausgestattet. Außerdem verfügt sie über ein SATA 3 6Gb/s Interface.

Das waren die Eckdaten, weiter geht es mit dem Lieferumfang. Ich war zuerst über die kleine Kartonage von Amazon erschrocken, da ich mir die „Festplatte“ mit Verpackung um einiges größer vorgestellt hatte. Die Verpackung ist etwas so groß wie eine Handelsübliche 3,5″ Festplatte und beinhaltet 8 Montageschrauben, einen 3,5″-Adapter und natürlich – die SSD.

Nach dem kinderleichten Montieren der SSD an den Adapter und in das Gehäuse ging es auch gleich weiter: Windows 7 installieren. Zack, sau schnell die Dateien expandiert und schon was das Betriebssystem fertig Installiert. Das erste Starten ging so schnell, dass sich nichtmals das Windows Logo beim Bootvorgang zu Ende aufgebaut hat. Programme Installiert – natürlich auch sau schnell. Photoshop, Office & Co. kann ich jetzt wie einen Ordner öffnen. Ohne Verzögerungen und lästige Wartereien. Auch das kopieren und verschieben von Dateien geht unglaublich schnell.

Ich bin wirklich sehr begeistert von der Corsair Force GT Festplatte und kann diese SSD wirklich nur weiterempfehlen. Mir reichen die 60GB voll aus, habe jetzt sogar noch 15GB frei! Einige Fragen sich jetzt bestimmt noch, was der Unterschied zwischen der Force 3 und Force GT ist. Nun, die GT Version hat einen synchronen NAND, was bedeutet, dass die Daten noch schneller übertragen werden. Außerdem ist sie mit dem aktuellsten SandForce Controller ausgestattet. Schnelligkeit hat bei den SSDs seinen (leider noch sehr hohen) Preis. Aber ich denke das wird sich schon bald ändern, spätestens 2015 kostetn Solid-State Drives nur noch einen Bruchteil dessen, was sie heute kosten (~1,40€ pro GB).

  • MediasharpDE

    Ich persönlich finde das „Booten schneller als 30 Sekunden“ übertrieben. Mein Windows 7 auf einer HDD startet in 15 Sekunden. Auf einer SSD geht das bei mir mit 7-10 Sekunden laut Ereignisanzeige. Ubuntu 11.10 schafft bei mir sage und schreibe auf einer SSD einen Boot in 5 Sekunden, bis Chrome dann offnen ist dauert es noch mal 5-10 Sekunden. Mein Laptop ist also nach spätestens 15 Sekunden über Ubuntu im Netz. Da finde ich den Windowswert extrem schlecht.

    • Gemessene Bootzeit ab druck auf den Powerknopf. Glaube wohl kaum, dass du da bei einer HDD auf 15 Sekunden kommst. 😉

      • MediasharpDE

         Gemessen ab Druck auf Powerknopf. Habe vorher TuneUp Utilities benutzt und Autostarts sowie Dienste ausgemistet. Das geht 😉

        • Auch wenn ich das noch immer stark bezweifle, muss man ja auch dazusagen, dass ein frisch installiertes Windows auf dauer unrealistisch ist. Habe bisher nie einen Start unter 60 Sekunden bei einer HDD gehabt…

          • Dragonheart100

            Die 15Sekunden halte ich für ein „normales“ Windowssystem auch für unrealistisch. Bist du dir sicher das der Computer komplett neu startet und nicht nur aus dem Ruhemodus (bei dem die Daten vorm herunterfahren auf die Festplatte zwischengespeichert werden) geweckt wird?!