Ubuntu Linux 10.04 – Lucid Lynx

Linux, für viele vielleicht gar nicht mal so unbekannt. Wie viele wahrscheinlich wissen, kann man sich viele Betriebssysteme, basierend auf dem Linux Kernel, kostenlos herunterladen. Derzeit ist das wohl aktuellste Betriebssystem Ubuntu 10.04. Mein Kumpel Jey’x erzählte mir vor wenigen Tagen von seiner Idee Ubuntu neben der normalen Windows Installation auf einer Festplatte laufen zulassen, mit der Absicht „root“-Aufgaben einfacher durchführen zu können (z.B. Terminal, SFTP, usw.). Da mir die Idee gefiel, habe ich mich heute während der LAN-Party bei einem anderen Kumpel dazu entschieden Ubuntu auf meinem Computer zu installieren. Nachdem jedoch bei mir Zuhause schon mehrere Versuche Ubuntu zu installieren gescheitert sind, war ich vorerst sehr skeptisch.

Nun, also saßen wir da, mit einer Ubuntu Live-CD  (mit Installationsfunktion) und einem Computer. Zuerst habe ich von CD aus gebootet und versucht Ubuntu aus dem „Live“ Modus zu Installieren, Fehlermeldung „Wählen Sie ein gültiges /root Verzeichnis“. Pff, gute Frage dachte ich mir, aber als dann Google auch nichts brauchbares finden konnte, wollte ich schon fast wieder aufgeben. Zuhause war ich nämlich schon zu Faul mich um dieses Fehler zu kümmern. Naja jedenfalls habe ich nach langem suchen und probieren den Fehler behoben bekommen. Im folgenden jetzt für euch mal ein kleines „HowTo: Ubuntu Installieren“ oder vielleicht besser gesagt ein Crash Kurs zur Ubuntu Installation.

Also zuerst einmal bootet man normal mit Windows, dort Partitioniert man über die Datenträgerverwaltung neu, in meinem Fall habe ich meine 500GB Festplatte um (übrigens die zweite in meinem System) 25 GB  verkleinert und danach zwei neue Partitionen mit 20GB und 5GB auf NTFS mit 1024-Bytes Clustergröße erstellt. So, nun kommt wieder die Ubuntu Installation ins Spiel, wieder das gleiche, von CD aus das Setup starten. Jetzt das Wichtigste, man muss jetzt im Ubuntueigenen Partitionsmanager die 20GB Partition auf EXT4 mit dem Einhängepunkt „/“ und die 5GB Partition als SWAP konfigurieren. Hat man dies getan, klickt man die 20GB Partition an und beendet den Hauptteil mit einem Klick auf „Weiter“.

Nach dem Setup könnt ihr auch schon gleich loslegen, installiert ihr Ubuntu auf einer Festplatte neben einem vorhandenem Betriebssystem, wird Ubuntu von alleine einen Passenden Bootloader konfigurieren. Installiert ihr auf einer anderen Festplatte neben der „Haupt“-Festplatte mit, in meinem Fall Windows, müsst ihr den GRUB 2 Bootloadermanager auf CD-Brennen und auch per „Live“-Funktion Konfigurieren. So, das wars. Fertig!

Aber wofür brauch man denn Ubuntu, bzw. warum sollte man sowas auf dem Computer haben? Also für mich ist es eine Spielerei und ein einfacher weg mehr in Sachen Linux zu lernen. Desweiteren ist es, wie besagt, einfacher über Ubuntu Administrative Dinge an Linux Servern vorzunehmen. Ein weiterer guter Grund ist, dass wenn man ein Virus in seinem Windows System hat, diesen ganz einfach über Linux löschen kann. Außerdem ist Ubuntu auch so eine sehr gute Alternative zu Windows, ich sehe es als ein vollwertiges, fast erstklassiges Betriebssystem. Und der Knaller: Es ist Umsonst! Das waren ein paar meiner Hauptgründe, eventuell könnt ihr mir an manchen Punkten zustimmen.

Ich bin sehr zufrieden, dass jetzt alles so reibungslos läuft und hoffe mal, dass ich noch lange Spaß an Ubuntu haben werde 🙂 Ich hoffe ich konnte ein wenig bei der Installation helfen, ansonsten bin ich für Fragen, gerne auch zum GRUB-Loader, offen und helfe gerne. In der Gallery unten findet ihr einige Screenshots aus Ubuntu und im Anhang meine /boot/grub/grub.cfg Datei.

Code:
#
# DO NOT EDIT THIS FILE
#
# It is automatically generated by /usr/sbin/grub-mkconfig using templates
# from /etc/grub.d and settings from /etc/default/grub
#

### BEGIN /etc/grub.d/00_header ###
if [ -s $prefix/grubenv ]; then
  load_env
fi
set default="1"
if [ ${prev_saved_entry} ]; then
  set saved_entry=${prev_saved_entry}
  save_env saved_entry
  set prev_saved_entry=
  save_env prev_saved_entry
  set boot_once=true
fi

function savedefault {
  if [ -z ${boot_once} ]; then
    saved_entry=${chosen}
    save_env saved_entry
  fi
}

function recordfail {
  set recordfail=1
  if [ -n ${have_grubenv} ]; then if [ -z ${boot_once} ]; then save_env recordfail; fi; fi
}
insmod ext2
set root='(hd0,2)'
search --no-floppy --fs-uuid --set 53d7cf0f-ba48-4421-8efd-19328b410afa
if loadfont /usr/share/grub/unicode.pf2 ; then
  set gfxmode=640x480
  insmod gfxterm
  insmod vbe
  if terminal_output gfxterm ; then true ; else
    # For backward compatibility with versions of terminal.mod that don't
    # understand terminal_output
    terminal gfxterm
  fi
fi
insmod ext2
set root='(hd0,2)'
search --no-floppy --fs-uuid --set 53d7cf0f-ba48-4421-8efd-19328b410afa
set locale_dir=($root)/boot/grub/locale
set lang=de
insmod gettext
if [ ${recordfail} = 1 ]; then
  set timeout=-1
else
  set timeout=10
fi
### END /etc/grub.d/00_header ###

### BEGIN /etc/grub.d/05_debian_theme ###
set menu_color_normal=white/black
set menu_color_highlight=black/light-gray
### END /etc/grub.d/05_debian_theme ###

### BEGIN /etc/grub.d/10_linux ###
menuentry 'Ubuntu' --class ubuntu --class gnu-linux --class gnu --class os {
	recordfail
	insmod ext2
	set root='(hd0,2)'
	search --no-floppy --fs-uuid --set 53d7cf0f-ba48-4421-8efd-19328b410afa
	linux	/boot/vmlinuz-2.6.32-24-generic root=UUID=53d7cf0f-ba48-4421-8efd-19328b410afa ro   quiet splash
	initrd	/boot/initrd.img-2.6.32-24-generic
}
### END /etc/grub.d/10_linux ###

### BEGIN /etc/grub.d/30_os-prober ###
menuentry "Windows 7" {
	insmod ntfs
	set root='(hd1,2)'
	search --no-floppy --fs-uuid --set c0d83d6bd83d60b8
	chainloader +1
}
### END /etc/grub.d/30_os-prober ###

### BEGIN /etc/grub.d/40_custom ###
# This file provides an easy way to add custom menu entries.  Simply type the
# menu entries you want to add after this comment.  Be careful not to change
# the 'exec tail' line above.
### END /etc/grub.d/40_custom ###
  • War eine nette Spielerei an dem Abend.
    Viel spekuliert und rum getüftelt.
    Erwähnenswert wäre vielleicht auch noch, dass im Fall von 2 Festplatten, die Festplatte mit Ubuntu (die mit dem GRUB2-Loader bestückt ist) als erste Boot-Platte einzustellen ist.

    Im Fall von einer kompletten Systemerneuerung (auf nur einer Festplatte), sollte darauf geachtet werden, dass zuerst Windows installiert wird und dann erst Ubuntu.
    Microsoft Windows überschreibt nämlich den MBR komplett und übernimmt NICHT die Einträge von evtl. vorhandenen UNIX Systemen wie Ubuntu.
    Außerdem ist eine Neuinstallation des GRUB2 meines Erachtens komplizierter, als die Windows CD als erste einzulegen.

    Grüße, Jey’x

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