RUHR.2010: Still-Leben | Ruhrschnellweg

Ohne Motorisiertem Untersatz auf der Autobahn? Eigentlich undenkbar, doch was eigentlich strengstens Verboten ist war heute im Rahmen der „RUHR.2010“ Veranstaltung erlaubt. Über drei Millionen Menschen begingen heute die A40 von Duisburg bis Dortmund. Getrennt zwischen Fußgängern und Radfahren feierten die Menschen aus dem Ruhrpott sechs Stunden lang ein riesiges Picknick.

Um 11 Uhr öffnete der Ruhrschnellweg seine Pforten, über mehrere Auffahrten war es möglich als Fußgänger oder als Radfahrer auf die Autobahn aufzufahren und diese bis in die Nachmittagsstunden zu befahren. Es war für alles gesorgt. Die Feuerwehr, Polizei, das Technische Hilfswerk und zahlreiche Edeka Stände sicherten die Versorgung der Besucher und halfen bei Problemen die während der Veranstaltung auftraten.

Jeder mit einem nicht Motorisiertem Untersatz durfte die A40 befahren, alle anderen konnten sich für 25€ einen Platz an der längsten Tafel der Welt ergattern. 20.000 Bierzelttische bildeten das Still Leben Projekt mit 60 Kilometern von Duisburg nach Dortmund.

Ich selbst war natürlich auch da und muss sagen, ich war einfach nur überrascht wie viele Menschen dort waren. Es war ein tolles Gefühl als Radfahrer die Autobahn zu benutzen. Doch so schön auch der Tag auf der Autobahn war, gab es viele Probleme welche man hätte vorbeugen können. Zu allererst: In Duisburg war nichts ausgeschildert, um zur nächstgelegenden Auffahrt zu kommen, folgte ich einfach einer Gruppe Radfahren. Auf der Autobahn angekommen ging es die ersten 500 Meter recht schnell vorwärts doch schon nach 1 Kilometer staute es sich aufgrund des Gegenverkehrs. Ein Großes Lob muss man wirklich der Supermarktkette Edeka aussprechen, Getränke und Snacks gab es zu wirklich Fairen Preisen (Cola, Wasser, Bier 0,5l für 50ct und Kekse für 50ct). Zwei Stunden lang fuhr ich mit einem Freund auf der Autobahn, wir fuhren dann in Oberhausen Alstaden ab und wollten Richtung Innenstadt. In Oberhausen fuhren wie circa eine Stunde Orientierungslos durch die Gegend bis wir nach einiger Zeit keine Lust mehr hatten und die nächste Auffahrt zur A40 aufsuchten. An der Auffahrt angekommen kam die wohl schlechteste Nachricht des Tages „Das wars, die Auffahrt ist seit zwei Minuten geschlossen, tut mir Leid.“ sagte uns eine Ordnerin. Ein Herr neben uns fragte völlig Ahnungslos „Ich muss nach Essen, wie soll ich jetzt nach Hause kommen?!“ beantwortet wurde seine verzweifelte Frage nur mit „Das ist dann wohl ihr Problem.“. Wir als Schüler wussten im ersten Moment garnicht was wir tun sollten. Keine Ahnung wo wir genau sind, kein Schild mit der Aufschrift „Moers“ insicht und totmüde von vier Stunden Radfahren. Am Boden zerstört fuhren wir mit dem Fahrrad Parallel zur Autobahn Richtung Duisburg zurück, bis sich für uns eine einmalige Chance eröffnete. Parallel zur A40 war eine Schnellstraße, neben dieser ein Radweg. Wir fuhren einige Meter auf dem Radweg, warteten bis kein Auto kam, hoben die Fahrräder hoch und rannten auf die andere Seite, Räder über die Leitplanke und zack waren wir wieder auf der A40. Der Tag war gerettet. Ganz gemütlich fuhren wir nach Hause und lachten uns über Sturzbetrunkene Leute kaputt die mit ihren Fahrrädern in irgendwelche Büsche gefahren sind.

Alles in allem ein Klasse Tag, ich denke mal das sich nie wieder solch eine Chance bietet mit einem Fahrrad auf der Autobahn zu fahren. Zumindest nicht hier im Kreis Wesel. Weiter unten seht ihr einige Fotos, welche ich heute geschossen habe 😉 Viel Spaß beim gucken.

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