Power Jack: Smartphone aufladen in Zeiten der Shareconomy

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Shareconomy war eines der Top-Wörter im Rahmen der CeBIT 2013 und taucht auch heute immer wieder im Alltag auf. Egal ob Carsharing, Timesharing oder Homesharing. Alles was geteilt werden kann soll in der Shareconomy geteilt werden – das geht in allen Lebensbereichen. Vor kurzem habe ich Bekanntschaft mit Energysharing in Form einer Powerbank gemacht. Der Akku wird ausgeliehen wenn man ihn braucht und zurückgeben wenn das Samrtphone voll ist. Was der „Power Jack“ taugt und was dahintersteckt erfahrt ihr in diesem Blogpost.

„Green Energy Sharing“

Power Jack nennt sich die mobile Powerbank des Start-Ups Ampero aus Köln. Die Jungs und Mädels haben die Vision einer Powerbank-Community, so dass es praktisch zahlreiche an jeder Ecke einen geladenen Akku gibt. Denkbar dafür sind Geschäfte, Restaurants und Hotels die als Ausgabe- und Rücknahmestelle für den mobilen Akku dienen sollen. Der Pfand eines solchen Ladegeräts beträgt einmalig 20 Euro – der Akku kann aber unendlich oft getauscht werden.

Neben dem Shareconomy-Gedanken steckt hinter dem Ladegerät auch das Motto „Green Energy Sharing“, da durch das ständige ausleihen und tauschen des Akkus Materialien und Kosten gespart werden. Da ja niemand einen „eigenen“ Akku besitzt wird so die Umwelt geschont. „Sharing maximiert die durchschnittliche Nutzung aller Powerbanks auf diesem Planeten. Power Jacks sind außerdem mit erneuerbaren Energien geladen.“ so das Start-Up auf seiner Webseite.

Funktionsweise

In der Praxis sieht das ganz so aus: In der Mittagspause neigt sich der Akku des Smartphones dem Ende. Schnell zum Bäcker um die Ecke und einen Power Jack ausleihen. Abends auf dem Heimweg kann dieser dann wieder abgegeben werden und man erhält sein Geld zurück. Alternativ einfach an einer anderen Station gegen einen vollen Akku eintauschen. So soll man sich dann irgendwann deutschlandweit überall einen vollen Akku ausleihen können.

Die Powerbank ist bisher nur mit Geräten mit einem Lightning- (ab iPhone 5, iPad) und Micro-USB-Anschluss kompatibel. Dank eines integrierten Lightning-Adapter ist nur ein Modell der Powerbank notwendig. Frisch ausgeliehen hält der Akku für mindestens eine komplette Ladung des Smartphones (z.B. iPhone 6) aber sicher nicht für die eines Xperia Z3, da die Powerbank „nur“ 2500 ma/h speichert.

Die Zukunft des mobilen aufladen?

Ob sich die Idee der jungen Kölner durchsetzen wird bleibt abzuwarten. Bei der Umsetzung wird es sicherlich noch einige Fragen zu klären geben, z.B. Wie wird sichergestellt, dass nur „grüner“ Strom in die Ladegeräte fließt? Wie läuft die Abwicklung mit dem Pfandsystem? oder Wie ist die Lebenserwartung eines Power Jack? In Köln ist Power Jack jedenfalls schon an einigen Orten zu haben und auch bei mir in der Stadt Moers ist mindestens eine Station angegeben.

 

 

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